aggressiver hund

Vorweg ist zu sagen, dass es bei Hunden zwei unterschiedliche Formen der Aggression gegenüber Artgenossen gibt, die von unterschiedlicher Natur sind. Eine ist die Aggression gegen fremde Artgenossen, die sich beim Spaziergang begegnen. Die zweite Form ist Eifersucht gegen den Zweithund, der im gleichen Haushalt lebt.
Mein Fokus liegt hier im Artikel auf aggressivem Verhalten bei Begegnungen mit fremden Artgenossen.

Aggressive Hunde brauchen Hilfe!

Wenn Hunde bei Begegnungen mit Artgenossen aggressiv ihre Zähne fletschen, oder sogar auf den anderen losgehen wollen, ist das immer recht peinlich für ihre Besitzer. Meistens wird der Hund ausgeschimpft und an die kurze Leine genommen. Im schlimmsten Fall soll er auch noch „Sitz“ machen, was ein Hund in dieser Erregung entweder gar nicht, oder nur widerwillig befolgen kann.

Alles was er jetzt aus dieser Situation lernt ist: "Mein Besitzer hat keine Ahnung wie ich mich fühle und was in mir vorgeht!" Denn Aggressionen sind ein emotionaler Hilferuf wenn dein Hund nicht mehr weiter weiß, oder überfordert ist. Aggressive Hunde sind nicht böse, sie brauchen unsere Hilfe!

Was ist der Grund für die Aggressionen gegen Artgenossen?

Aggressionen beim Hund haben viele Gesichter, aber immer die gleiche Ursache: Angst. Oder milder ausgedrückt - Unsicherheit, die in fehlender Gruppendynamik begründet ist. Auf gut deutsch heisst das, wir Menschen reagieren bei Begegnungen mit Artgenossen einfach falsch. Die meisten Hundebesitzer sind selber verunsichert, wenn ihnen ein anderer Hund begegnet. Blitzschnell gehen ihnen die verrücktesten Gedanken durch den Kopf:

*** Hoffentlich erschreckt sich mein Hund jetzt nicht *** Was ist, wenn der andere auf meinen losgeht? *** Hält der andere Mensch seinen Hund wirklich fest, damit der sich nicht losreisst? *** Wird der andere Hund meinen beissen?...

Jeder Hundebesitzer sieht sofort die schlimmsten Gruselbilder in sich aufsteigen. Meist absolut grundlos. Aber die feinstofflichen Reaktionen und seine Körpersprache signalisieren seinem Hund sofort GEFAHR im Anzug!
"Mein Mensch ist nervös und unsicher, Warum? Oooohh, da ist ein anderer Hund! Aber mein Mensch hat Angst, will nicht an ihm vorbeigehen ... also zeige ICH dem bösen Artgenossen wo's lang geht"

Sowas wird bei Hunden schnell zum Ritual. Bald muss der Hundebesitzer den anderen Artgenossen gar nicht mehr selber sehen. Sein Hund nimmt ihn wahr und zieht sofort in den Kampf. Nun immer schon mit dem Hintergedanken: "Bevor du uns angreifst, bist du selber dran!"

Der Hund zahlt für die Fehler des Menschen

Jetzt passiert das schlimmste überhaupt. Der unsichere Mensch versucht nun seinen Hund zu disziplinieren, zurückzuhalten und zu erziehen! Dafür, dass der einfach nur seinen Job macht. Denn im Rudel läuft das so, das ist bei Rudeltieren genetisch bedingt. Wenn einer schwach oder unfähig ist, übernehmen die anderen dessen Aufgaben mit. Gruppendynamik eben, einer für alle - alle für einen.

Wenn der Mensch das begreifen könnte, wären Aggressionen zu Artgenossen bei Hunden kein Thema. Denn dann wüßte jeder Hundebesitzer, wie er sich in diesen Momenten verhalten muss. Nämlich ruhig und souverän wie ein Fels in der Brandung.

Aber es ist auch für Menschen ungewohnt, ihre Emotionen im Stress unter Kontrolle zu haben. Nicht nur für Hunde. Dann ist es doch viel einfacher, den Hund zu korrigieren. Das entspricht eher der Natur des Menschen. Der nächste Schritt ist dann die Anmeldung in einer Hundeschule. Und wenn das auch nicht hilft, wird dieser unmögliche Hund eben verkauft, kommt ins Tierheim oder wird eingeschläfert. Ende.

Warum die Hundeschule wenig hilft

Weil in den meisten Hundeschulen, nach traditionellem Stil, also am Verhalten selber gearbeitet wird. Das ist falsch und bringt bei emotionalen Problemen wie Aggression oder Angst keinen Erfolg. Der Hund reagiert instinktmäßig, da nützen keine Kommandos und erst recht keine Gewalt. Auch die Zusammenführung mit anderen Hunden ist falsch, da das eine viel zu intensive Belastung darstellt und der Hund erst recht austickt!

Der Hund wird im Moment der auftretenden Aggression immer nur diszipliniert oder bestraft... irgendwann mit Gewalt und Hilfsmitteln wie Halti, Stachelhalsband oder Strom. Nicht weil er bösartig ist, sondern weil der Trainer nicht weiter weiss. Wer nicht hören will, muss fühlen...

Aber auch die positiven Methoden, wie Clickertraining oder andere Ablenkübungen funktionieren nur sehr selten. Sowas hilft oft nur, wenn die Aggressionen erst im Entstehen sind, der Hund noch jung oder sehr leichtführig ist.

Einen wirklich verhaltensauffälligen Hund in die Hundeschule zu schicken wäre als ob du einem ADHS Kind beibringen willst 30 Minuten lang entspannt ein Buch zu lesen. Es funktioniert nicht. Wir dürfen nicht das Verhalten des Hundes korrigieren, sondern müssen an der Ursache arbeiten: Seine Bindung und sein Vertrauen zum Besitzer.

Aggressionen sind Reflexe, keine Verhaltensfehler

Hund - Aggression zu ArtgenossenWie alle Aggressionen, ist auch die gegen Artgenossen kein bewußtes Verhalten des Hundes, sondern ein Reflex seines Nervensystems. Es ist die Folge vieler feinstofflicher Prozesse im Körper und im Gehirn, die unbewußt ablaufen. Eigentlich und in seinem tiefsten Inneren hat er gar nichts gegen andere Hunde (oder Postboten, oder Besucher). Die Reaktion erfolgt, weil sein Mensch NICHT reagiert und damit seinen Hund in die Verantwortung schickt.

Schreck, Stress oder Unsicherheit bewirken dann einen Adrenalin-Anstieg, einen erhöhten Puls und vor allem die primären Reflexe Flucht oder Angriff. Beides kann der Hund jetzt nicht tun ... sondern er ist mit der Leine an seinen unsicheren Menschen festgebunden. Der Mensch hat Angst und keine Lösung für die Situation, also muss der Hund eine finden.

Eine meiner Kundinnen sagte mir neulich:

"Die Rolle des Anführers muss ich mir ständig neu verinnerlichen, weil ich mich in einer Führungsrolle eigentlich sehr unwohl fühle..."

Genau das ist der Knackpunkt! Wir selber wollen nicht führen, und der Hund darf es nicht. Aber einer muss es tun! Hunde brauchen den einen, der den Überblick hat und Entscheidungen trifft! Der sie durch's Leben führt, dem sie folgen und vertrauen können. Nur dann können sie wertvolle und loyale Rudelmitglieder werden, die die Stabilität der Gruppe stützen.

Können sich Artgenossen entspannt begegnen?

JA. Denn Frieden und Harmonie sind ein Grundbedürfnis für Hunde. Sie wollen keinen Streit mit Artgenossen und gehen Auseinandersetzungen normalerweise aus dem Weg. Aber auch dein Hund braucht DICH als Verstärkung, alleine schafft er es nicht.

Wenn du mir hilfst, die Gruppendynamik deines Hundes neu zu aktivieren, dann habe ich ganz individuelle Lösungen für euch bereit. Mit Entspannungsübungen und sehr speziellen stressreduzierenden Übungen lernt dein Hund seine Gefühle zu kontrollieren und entspannt zu bleiben – besonders wenn ihr an Artgenossen vorbei lauft.

 

Entspannte Begegnung mit Artgenossen ist kinderleicht

Einzeltraining, Seminar oder online-Coaching, was passt für dich? Du selber wirst lernen, im Stress ruhig zu reagieren und die Kontrolle zu behalten. Ich zeige dir, was DU tun musst, um deinen Hund wirkungsvoll auf DICH zu fokussieren. Nur dann wird er entspannt an Artgenossen vorbeigehen, statt aggressiv zu reagieren. Denn nur, wenn DU dich richtig verhälst, wird dein Hund dir vertrauen und dir entspannt folgen.

Es ist einfach, ich zeig dir, wie das geht - Egal wo du wohnst. Ruf mich unverbindlich an:

 

0375-3608 4646

Du hast Fragen? Hier erreichst du mich:

"Ausbildung zum Therapie-Begleit-Team" für Sie und Ihren Hund.

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